Wie ein Hund seinen Besitzer fütterte, der sich das Bein gebrochen hatte

Alles begann, als Igor sich das Bein brach. Und so saß er in der Küche und schaute traurig auf den Gips und bedauerte zum ersten Mal in seinem Leben, nicht verheiratet zu sein. Und wie es der Zufall will, sind seine Freunde alle bei der Arbeit….

Und er will unbedingt Kaffee… Und er hat kein Brot mehr… Aber leider sind die Kaffeekanne und die Brotbox leer, und der junge Mann kann sich nicht selbst auf den Weg zum Laden machen.

Mit einem Seufzer schaute der Besitzer seinen treuen Hund Nayda an, und in seinem klugen Blick konnte er deutlich lesen:

– Nun, warum bist du so niedergeschlagen? Machen Sie sich keine Sorgen! Es wird alles gut werden! Du hast mich!

Igor dachte darüber nach… Und tatsächlich! In ihrem alten Haus gibt es keine Gegensprechanlage und die Haustür öffnet sich mit einem Klicken. Und wenn der Hund durchaus in der Lage ist, alleine zu laufen, warum sollte man ihn nicht zum Laden laufen lassen? Sie müssen nur der hübschen Verkäuferin Irochka, die sie jedes Mal anlächelt, einen Zettel ans Halsband binden und ihnen eine Tasche um den Hals hängen. Schließlich kann Naida eine Kanne Kaffee und einen Laib Brot tragen!

Das war’s dann auch schon. Igor schrieb ein paar Worte auf ein Stück Papier und fügte seine Telefonnummer hinzu. Dann rief er den Hund herbei, steckte ihm das Geld und den zusammengefalteten Zettel ins Halsband und legte ihm die Hundetasche um den Hals. Dann tätschelte er den Hund hinter dem Ohr und sagte

– Kauf ein, Nyda! Einkaufen! Ira!

Als der Hund die vertrauten Worte hörte, wedelte er mit dem Schwanz und lief fröhlich zur Tür. Igor humpelte auf Krücken hinterher und öffnete die Eingangstür. Der Hund blieb fassungslos auf der Schwelle stehen. Offenbar konnte er nicht verstehen, warum sein Herrchen ihm nicht die Leine und die Schuhe anlegte, um ihm auf die Straße zu folgen

Er musste die Schlüsselwörter “Shop” und “Ira” noch ein paar Mal wiederholen. Schließlich wurde Nyda klar, was man von ihr wollte. Sie bellte kurz, als ob sie “OK” sagen wollte, und rannte allein auf die Straße hinaus.

Vom Haus zum Laden war es nicht weit. Nach fünf Minuten kam dann ein Anruf von Irochka. Igor schilderte ihr kurz die Situation mit dem Gips und bedankte sich für ihr Verständnis.

Einige Minuten später war das Bellen von Nayda vor der Tür zu hören. Eine Tragetasche mit Kaffee, Brot, Schokolade (ein Geschenk von Irochka) und Kleingeld wurde hineingehängt.

Bald saß der glückliche Igor am Küchentisch (soweit es das gebrochene Bein zuließ) und atmete selig den Duft des magischen Getränks ein.

In wenigen Tagen war Naida Stammgast nicht nur in diesem Laden, sondern in allen Geschäften der Umgebung. Auch nach seiner Genesung schrieb Igor manchmal Zettel und legte Geld für das Hundehalsband hin, und die Verkäufer erfüllten lächelnd die Bestellung. Nicht jeder kann einen so ungewöhnlichen Kunden bedienen!

Und Nayda hat solche Aufträge immer mit sichtlichem Vergnügen ausgeführt. Es ist so schön, gelobt und als “gutes Mädchen” bezeichnet zu werden!

Quelle: wowow.life

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